FSGU eV

Von den Anfängen bis heute…

Die Flugsportgruppe Unterwössen wurde 1977 gegründet. Sie war ein Ableger der „Alpinen Achental“ und hatte zur Gründung weder Flugzeuge noch Kapital. Sie begann 1978 mit einer KA 7 und einer privaten SF 27 den Flugbetrieb in Unterwössen. Nach Aufnahme der Flugsportgruppe in die DASSU im Jahr 1979 und der späteren Erlaubnis einen Motorsegler zu stationieren, erwarb die Flugsportgruppe von Helmut Helfenbein, einem sehr wohlhabenden Mitglied, einen Scheibe Motorsegler und einen Mininimbus.

Unser Otti Schulte hat 1983 als erster eine Skizulassung für den Scheibe Falken komplett alleine erarbeitet und beim LBA zugelassen bekommen, die DASSU-Falken fliegen noch heute auf Basis seiner Zeichnungen und Berechnungen.

Anfang der Neunziger Jahre, wurde der Scheibe Falke gegen eine neue Dimona getauscht und für den Mininimbus konnte ein TWIN III SL bei Grob gebraucht erworben werden. Möglich machten dies großzügige Spenden der damaligen Mitglieder. Als die Porsche Remorqueur von der DASSU verkauft wurde, war leider ein sicherer F-Schlepp mit dem motorisierten TWIN, der immerhin 710 Kilo auf die Waage brachte, nicht mehr möglich und so entschied man sich diesen 2003 zu verkaufen und vom Erlös eine LS8 18m zu erwerben. Im Jahr 2007 wurde eine neue DG 1000 angeschafft. Allerdings war die DG 1000 nur durch einen Kredit finanzierbar gewesen und es zeigte sich bard, dass selbst die Kosten für den Betrieb nur gerade so in gemeinsamer Nutzung mit der DASSU aufgebracht werden konnten. Nach dem tragischen Tod von Wolfgang Lengauer, er war ein großzügiger Förderer der FSGU, musste die DG 1000 im Jahr 2012 leider verkauft werden. Sie hat ein neues Zuhause bei einem Verein in Kanada gefunden.

Schon im Jahr 1994 reifte die Erkenntnis, dass ein Verein auch ein Clubhaus haben sollte. Dieses Vorhaben wurde 1995 mit der Tatkraft einiger Mitglieder, allen voran dem langjährigen Vorstand Sepp Mayr, und erneut großen Spenden, umgesetzt. Wie immer über die vielen Jahre hat sich unser Hans Reithmeier, bekannt als der „Adler von Sendling“, auch beim Bau des Clubhauses sehr engagiert und unter anderem für die Elektrifizierung gesorgt. Maßgeblich mitgeholfen haben auch Otti Schulte und Rüdiger Ettelbrück. Der Bauplan für das Clubhaus vom „fliegenden Architekten“ Franz Otter, ehemals Bürgermeister von Erding, war und ist heute noch genial, unser Clubhaus erfreut sich größter Beliebtheit. Die angeschlossene beheizbare Werkstatt erfreut sich im Winter großer Beliebtheit.

Mitte der 2010er Jahre kam es leider zum Zerwürfnis mit einem Mitglied, in dessen Halle unsere Flugzeuge die ganzen Jahre untergebracht waren. Es reifte deshalb der Entschluss eine eigene und vor allen Dingen hochwassersichere Halle zu bauen. Das dies nicht einfach war zumal in einem Überschwemmungsgebiet, muss nicht extra erwähnt werden. Trotzdem gelang es 2008 bis 2009 eine perfekte Halle zu bauen und auch zu finanzieren. Manfred Schneider hat das Projekt durchgezogen und hatte dabei geniale Mitarbeiter mit denen er, in mehr als einem Jahr Arbeit, die Halle fertigstellen konnte. Ohne Otti Schulte, Rüdiger Ettelbrück, Andreas Eiseler und Thomas Beck wäre die Halle nicht so perfekt, wie sie heute dasteht! Die Halle hat geräumigen Platz für 10 Flugzeuge und dass diese auch sicher untergebracht sind, hat das größte bisher gemessene Hochwasser 2013 gezeigt, kein Flugzeug ist nass geworden.

Die Flugsportgruppe Unterwössen sieht sich heute sehr gut für die Zukunft gerüstet. Kurz zusammengefasst sind wir ein absoluter Streckenfliegerverein mit ausgezeichneten Piloten, der sich nebenbei einen sehr preisgünstig zu betreibenden Motorsegler hält.

Die meisten unserer Mitglieder besitzen ihr eigenes Flugzeug und sind engagierte Streckenflieger die ihre Erfahrung und ihr Wissen gerne weitergeben.

Für Mitglieder ohne eigenes Flugzeug steht eine LS8 18m zur Verfügung. Die FSGU hat derzeit 40 Mitglieder, 26 davon aktive fliegende Mitglieder, davon 25 mit Segelflugschein und 15 mit Motorseglerschein.