WILLKOMMEN AUF DER HOMEPAGE DER FSGU

Die Flugsportgruppe Unterwössen

Wir sind kein Verein und wir haben auch keinen Meier. Wir sind eine Gruppe begeisterter Segelflieger – Punkt.

Bei uns gibt es keine strengen Hierarchien, keine festen Arbeitsstunden und keine Erwartungshaltung, wie Du fliegst. Wir sind nicht leistungsorientiert. Aber wenn Du leistungsorientiert fliegst, freuen wir uns über Deine Punkte. Wir sind Deine Homebase für Dich und Dein Flugzeug.

Aufgrund der besonderen Verhältnisse am Platz unter der Schirmherrschaft der DASSU (Deutsche Alpensegelflugschule Unterwössen), die das alleinige Ausbildungsrecht in Unterwössen innehat, gibt es keine ehrenamtlichen Fluglehrer und daher auch keine Verpflichtung für derartige Dienste. Wir konzentrieren uns einfach auf das Wesentliche:

Auf Deinen Spass am Fliegen!

Die FSGU ist der kleinste und jüngste Verein, gegründet 1977, am Flugplatz Unterwössen. Neben einer jungen und großen Flugzeughalle verfügt der Verein über zwei vereinseigene Flugzeuge, nämlich einen Motorsegler (HK 36 Super Dimona) und LS-8/18.

Historisch bedingt besitzen viele Mitglieder private Flugzeuge, welche in der Sommer -und Wintersaison in der Halle eingestellt werden können. 

Wie alle Unterwössener Vereine, kommen wir im Segelflugbetrieb über den Schleppbetrieb (Winde, Flugzeugschlepp) der DASSU in die Luft. Motorsegler (keine Klapptriebwerke) im Eigenstart (Betriebszeiten und Pausen auf der DASSU-Homepage). Dafür findet, gutes Wetter vorausgesetzt, von ca. März bis Oktober täglich Flugbetrieb am Flugplatz Unterwössen statt.

Bei guter Thermik ist Unterwössen dann ein hervorragender Einstiegsflugplatz für ein herrliches Flugggebiet, die Alpen.

In einem großen Bogen von Wiener Neustadt bis weit in die Schweiz ist die Spielwiese geübter Alpensegelflieger groß. Dabei gelangen Piloten von Unterwössen aus bereits große Strecken im motorlosen Flug bis zum Matterhorn und retour, oder hinterm Matterhorn weiter in die Gebiete der südfranzösischen Seealpen.

Unser nettes Clubheim mit schöner Terrasse lädt zum geselligen Verweilen in netter Gemeinschaft ein.

Die FSGU bildet keine Piloten aus, aber die Ausbildung kann an der Alpensegelflugschule absolviert werden. Für weiterführende fliegerische Aktivitäten bieten wir Vereine am Flugplatz Unterwössen nach Lizenzerhalt Mitgliedschaft an, bzw. nehmen auch gern Lizenzinhaber auf.

Erlaubt mir bei der Gelegenheit noch eine kurze Anmerkung zu unserem Vereinslogo. Ich habe mich bei der Farbe von dieser wundervollen Oberfläche der Gletscherseen, über die wir gleiten, inspirieren lassen. Der Kontrast dieser Seen zum weiß der umgebenden Berge, bzw. zum schroffen Fels hat mich tief beeindruckt. 

Jetzt aber viel Spaß beim stöbern auf unserer Homepage.

Eure Admin

Andrea

Ein paar Gedanken zum Abenteuer des Streckenflugs in den Alpen

Wenn der Morgennebel noch tief im Achental hängt und die ersten Sonnenstrahlen die Spitzen des Wilden Kaisers in ein zartes Orange tauchen, beginnt am Flugplatz Unterwössen eine ganz eigene Choreografie. Es ist eine Szenerie, die für Außenstehende vielleicht nur wie geschäftiges Treiben wirkt, doch für uns Piloten ist es der Auftakt zu einer Symphonie. Es ist der Beginn eines Tages, an dem die Schwerkraft ihre absolute Macht verliert und gegen Eleganz eingetauscht wird.

Der Tanz der Elemente

Segelfliegen, besonders hier in den Alpen, ist weit mehr als nur Sport. Es ist ein dreidimensionales Schachspiel gegen die Natur, bei dem man nie gegen, sondern immer mit den Elementen spielt. Wer einmal in einem modernen Hochleistungssegler gesessen hat, kennt diesen magischen Moment: Das Schleppseil klinkt aus, das Brummen der Motormaschine verstummt und plötzlich ist da nur noch dieses Rauschen. Ein sattes,leises Pfeifen der Luft, die über die glatten Kunststoffflächen streicht.

Ab diesem Moment wird die Welt unten klein und unwirklich. Die Häuser von Unterwössen wirken wie Spielzeug, der Chiemsee im Norden glitzert wie ein verlorener Silbertaler. Doch der Blick des Streckenfliegers richtet sich nicht nach unten, sondern nach oben und voraus. Wir suchen die Energie, die die Sonne im Gestein der Berge freisetzt. Wir suchen den „Bart“ – jenen unsichtbaren Aufwindschlauch, der uns kreisend, wie in einem lautlosen Walzer, bis an die Wolkenbasis trägt. Es ist eine Erfahrung von Demut und Erhabenheit zugleich, wenn man allein durch die Kraft der Sonne auf 3.000 Meter steigt und die schneebedeckten Gipfel der Zentralalpen plötzlich auf Augenhöhe liegen.

Die Arena der Alpen: Von der „Rennstrecke“ bis nach Frankreich

Unterwössen ist nicht irgendein Flugplatz; es ist ein legendäres Tor zu den Alpen. Von hier aus öffnen sich Möglichkeiten, die das Herz jedes Piloten schneller schlagen lassen. Wenn die Thermik stimmt – an jenen berühmten „Hammer-Tagen“ –, verwandelt sich der Alpenbogen in eine gigantische Autobahn der Lüfte.

Die klassische Route führt uns oft tief hinein in den Pinzgau. Wir hangeln uns am Wildkogel vorbei, nutzen die zuverlässigen Bärte am Gerlos und gleiten das Inntal entlang. Für viele ist das Wenden an der Zugspitze oder weit im Osten bei Liezen fast schon Routine. Aber der moderne Streckensegelflug kennt kaum noch Grenzen.

Es sind die großen Tage, an denen Geschichte geschrieben wird. Tage,an denen die Piloten von Unterwössen aus Distanzen zurücklegen, die man früher für unmöglich hielt. 500 Kilometer sind oft nur der Einstieg.Die „Tausender“ – Flüge über 1.000 Kilometer ohne einen Tropfen Treibstoff – sind die Krönung. Manche Routen führen über den Brenner,tief in die Dolomiten, wo die schroffen Felswände des Rosengartens und der Marmolata eine Kulisse bieten, die so atemberaubend ist, dass man für Sekunden das Fliegen vergisst.

Und dann gibt es den Traum von Westen: An absoluten Spitzentagen trägt die Energie der Atmosphäre die weißen Schwingen bis weit nach Graubünden, vorbei am Malojapass, hinein ins Wallis und manchmal sogar bis in die französischen Alpen. Ein Start in Oberbayern, ein Wendezeiger über den Lavendelfeldern der Provence oder den Gletschern bei Grenoble, und am Abend wieder zur Landung im heimischen Tal – das ist keine Utopie, das ist gelebte Realität im Cockpit.

Die Piloten: Strategen der Lüfte

Wer sind die Menschen, die sich in diese engen Cockpits zwängen,stundenlang hochkonzentriert den Himmel lesen und dabei oft Kälte und Turbulenzen trotzen? Es ist eine Gemeinschaft von Individualisten, die doch tief verbunden sind. Da ist der erfahrene „Alte Adler“, der jeden Grat und jede thermische Eigenheit zwischen Watzmann und Mont Blanc kennt. Da ist die junge Nachwuchspilotin, die mit modernster Bordelektronik und einem intuitiven Gespür für die Luftmassen neue Rekorde jagt.

Im Cockpit ist jeder auf sich allein gestellt. Jede Entscheidung – fliege ich weiter geradeaus oder nehme ich diesen schwachen Aufwind mit? – hat unmittelbare Konsequenzen. Es erfordert Mut, Geduld und ein tiefes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Flugzeug. Man muss die Wolken lesen wie ein Buch, den Wind spüren, bevor das Instrument ihn anzeigt, und den Rhythmus des Tages verstehen.

Doch am Boden, wenn am Abend die Hauben geöffnet werden und die verschwitzten, glücklichen Gesichter in die Abendsonne blinzeln, wird aus dem Einzelsport ein Mannschaftserlebnis. Da werden die „Heldentaten“ des Tages besprochen, die kniffligen Passagen im Engadin analysiert und gemeinsam das Landebier getrunken. Diese Kameradschaft, dieses blinde Verständnis füreinander, ist das Fundament unseres Vereins.

Die Ästhetik des Lautlosen

Vielleicht ist es schwer, Nicht-Fliegern zu erklären, warum wir das tun.Warum wir stundenlang in der Kälte ausharren, warum wir Außenlandungen auf fremden Wiesen riskieren. Die Antwort liegt in der Schönheit des Moments. Es ist das Gefühl, wenn die Tragfläche sich sanft durchbiegt und den Auftrieb in Geschwindigkeit umsetzt. Es ist das Licht am späten Nachmittag, wenn die Schatten in den Tälern lang werden, aber man selbst noch im gleißenden Sonnenlicht dahingleitet – im sogenannten „Endanflug“.

Wenn man nach hunderten von Kilometern, erschöpft aber tief zufrieden, wieder den vertrauten Kessel von Unterwössen erreicht, die Fahrt rausnimmt und das Rad sanft das Gras der Piste berührt, dann weiß man: Man war dem Himmel ein Stück näher als alle anderen.

Der Streckensegelflug ist mehr als Kilometersammeln. Er ist der Beweis,dass der Mensch fliegen kann – nicht mit Gewalt und Lärm, sondern mit Verstand, Gefühl und der reinen Kraft der Natur. Es ist die eleganteste Art, die Welt zu entdecken. Und wer einmal vom „Streckenflug-Virus“ infiziert wurde, den lässt er nie wieder los. Wir sehen uns an der Basis!

Image © 2026 CNES / Airbus
Image © 2026 Airbus
Image © 2026 Maxar Technologies

DIE GRUPPE FSGU

Nochmals herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr, dass Dich Dein Interesse hierher geführt hat und Du Dich genauer informieren willst. Also erstmal nochmal ein paar Worte über uns.

Die Flugsportgruppe Unterwössen ist tief in der Segelflugtradition des Chiemgaus verwurzelt. Neben ihrer eigenen Geschichte ist sie eng mit anderen Segelflugorganisationen in der Region verbunden.

Wir selbst sind aktiv in der Förderung des Segelflugs und bieten unseren Mitgliedern eine moderne LS8 mit 18m, wie auch eine Super Dimona zum chartern. Wir richten uns jedoch hauptsächlich an Piloten, die im Besitz eines eigenen Flugzeugs sind, wofür wir eine gut ausgestattete Infrastruktur wie auch ein schönes Clubheim und eine moderne Flugzeughalle mit freien Stellplätzen anbieten können. 

Die Flugsportgruppe Unterwössen ist aber auch Teil eines Netzwerks von Segelflugvereinen, die gemeinsam die Faszination des lautlosen Fliegens in der Region weitertragen.

Die Deutsche Alpensegelflugschule Unterwössen (DASSU) spielt am Standort die zentrale Rolle in der Ausbildung von Segelflugpiloten. Sie bietet einerseits die Möglichkeit, die komplette Segelflugausbildung dort zu absolvieren und darüber hinaus Streckenflugkurse, die den Einstieg in den Alpenflug deutlich erleichtern. Man hat dort auch die Möglichkeit, TMG zu schulen und den Segelkunstflug erlernen. Die DASSU ist ein wichtiger Bestandteil der Segelfluggemeinschaft in der Region Chiemsee.

Die Fliegergruppe Traunstein wie auch die Segelfluggruppe Siemens München e.V. sind ebenfalls fester Bestandteil des Flugplatz Unterwössen. In dieser freundschaftlich ausgeprägten Symbiose bilden die DASSU und die drei Vereine das Alpenflugzentrum Unterwössen, das sich organisatorisch auf Streckenflüge spezialisiert hat und regelmäßig Spitzenplätze in internationalen Wertungen wie der DMSt und dem OLC belegt. Die bevorzugte Lage des Flugplatzes Unterwössen macht ihn zu einem idealen Ausgangspunkt für lange Flüge in den Alpen und gleichermaßen in’s nördlich gelegene Flachland.

Schau Dich gerne auf den nächsten Seiten noch weiter um.

FlugSportGruppe Unterwössen (est. 1977) © 2026