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Wo der Himmel kein Ende kennt

Vom Zauber des Segelfliegens in Namibia – ein Bildbericht, Januar 2026

Vorwort

Die Reise beginnt am Boden

Es gibt Landschaften, die man nicht beschreiben, sondern nur durchfliegen kann. Namibia gehört zu ihnen. Wenn das südliche Afrika sich im Januar in die Regenzeit hineinatmet, öffnen sich über der Kalahari Türen aus Luft – Aufwinde, die einen schweigenden Doppelsitzer auf Kilometerhöhe heben, Wolkenstraßen, die quer durch ein halbes Land laufen, und ein Horizont, der nicht endet, sondern nur verschwimmt. Dieser Bericht ist ein Versuch, etwas von diesem Zauber festzuhalten – nicht in technischen Daten, sondern in Bildern und ein paar Worten dazwischen.

Die Anfahrt: kilometerlange Geraden durch eine vom Sommerregen in Goldgelb getauchte Kalahari.

Die Anfahrt: kilometerlange Geraden durch eine vom Sommerregen in Goldgelb getauchte Kalahari.

Kapitel eins

Stille vor dem Start

Eine Salzpfanne als Startplatz – endlos, hell, eben wie eine Tischplatte. In der Morgenkühle stehen die Flugzeuge aufgereiht: schlanke Flügel aus weißem CFK, rote Kennzeichen, das leise Wehen der beginnenden Thermik. Noch ist die Luft ruhig. Aber über den Akazien beginnt sich der Himmel zu sortieren, die ersten Cumuli sprießen wie Pilze aus dem Nichts. Wer hier startet, weiß: Heute wird es weit.

D-KAAC und ihre Schwestern auf der Pfanne – fertig zum Start.

Kapitel zwei

Die Weite, die der Mensch nicht erfunden hat

Aus dreitausend Metern erkennt man Namibia zum ersten Mal richtig. Die roten, parallelen Linien der Kalahari-Längsdünen ziehen sich bis zum Horizont – Spuren eines uralten Windes, der seit Jahrtausenden in dieselbe Richtung pflügt. Zwischen ihnen liegen Pfannen wie umgekippte Spiegel, und manchmal blitzt das Türkis eines Stausees auf, der mitten ins Trockenland gestellt scheint, als hätte ihn jemand vergessen.

Die Längsdünen der Kalahari – ein Strichcode aus rotem Sand und grünem Busch.

Ein Stausee mitten im Trockenland – das fast unwirkliche Blau der Hardap-artigen Weite.

„Über Namibia zu fliegen heißt, eine Landkarte zu lesen, die größer ist als jede Vorstellung.“

Kapitel drei

Über Bergen, die niemand bewohnt

Westwärts wechselt die Landschaft. Aus den weiten Ebenen werden Tafelberge, aus Tafelbergen Schluchten – ausgewaschen über Jahrmillionen, scharf wie Messerschnitte. Hier finden Segelflugzeuge ihre liebsten Spielplätze: Hangaufwind an steilen Kanten, dynamische Wellen über den Kämmen. Unter dem Flügel fließt eine Landschaft vorbei, die wie aus Kupfer geschmiedet wirkt.

Tafelberge und Trockentäler im Süden Namibias.

Die Berge bei Maltahöhe – kupferfarbene Falten unter weißen Cumuli.

Jeder Schatten am Boden ist ein Versprechen: dort steht eine Wolke, dort trägt die Luft. Der Segelflieger liest den Himmel wie andere ein Buch – Seite für Seite, von Wolke zu Wolke.

Kapitel vier

Wo die Namib beginnt

Irgendwann hört das Land einfach auf. Die Berge enden in einer Linie, und dahinter liegt sie: die Namib, die älteste Wüste der Welt. Aus großer Höhe sieht sie aus wie hellbrauner Samt, mit dunklen Bergrücken als Stickerei. Wer hier draußen fliegt, sollte wissen, was er tut – Außenlandeplätze sind rar, und das Schweigen unter einem ist so vollkommen, dass es fast laut wird.

Blick über die Tirasberge hinaus in Richtung Namib. Die letzten Bergketten vor der großen Sandwüste – Schatten und Licht tanzen über die Hochfläche.

„Dort unten endet die Karte – und mit ihr fast alles, was wir gewohnt sind.“

Kapitel fünf

Das Theater des Himmels

Im namibianischen Sommer ist der Himmel ein Schauspieler. Vormittags noch wolkenlos, baut er sich am Nachmittag zu mächtigen Cumulus-Türmen auf, manchmal mit dunklen Unterseiten und schräg fallendem Regen, der den Boden nie erreicht – Virga. Zwischen den Schauern öffnen sich Lichtkorridore, in denen die Luft golden wird, und mit etwas Glück hängt ein Regenbogen tief unter dem Flügel.

Virga – Regen, der verdunstet, bevor er den Boden berührt. Ein typisches Schauspiel des namibianischen Hochsommers.

Ein Regenbogen, von oben gesehen – ein Geschenk, das es nur in der Höhe gibt.

Über den Wolken, sagt man, müsse die Freiheit grenzenlos sein. In Namibia ist sie es manchmal wirklich. Vier-, fünf-, sechstausend Meter unter einem der weitesten Himmel der Welt – und dazu das leise Singen der Luft am Cockpit, das einzige Geräusch in einer ansonsten lautlosen Welt.

Kapitel sechs

Die kleine Welt unter der Haube

Zwischen den großen Bildern liegt der eigentliche Ort des Geschehens: die Cockpithaube. Ein grüner Hut gegen die afrikanische Sonne, ein Faden vor der Scheibe als ältestes und ehrlichstes Instrument der Welt, ein Blick nach vorn auf einen Wolkenrand, der trägt. Hier wird Segelfliegen zu dem, was es im Kern ist: aufmerksames Mitlesen einer Atmosphäre, die einen tragen lässt, solange man sie versteht.

Cockpit-Blick unter eine Wolkenbasis – der Faden zeigt, ob alles im Lot ist.

Kapitel sieben

Grüne Adern im roten Land

Wo Wasser fließt – auch wenn es nur einmal im Jahr ist – bleibt das Land anders. Entlang der Trockenflüsse zieht sich ein schmales grünes Band aus Kameldorn und Wildfeigen, eine Galerie aus Schatten in einer Welt aus Licht. Aus der Höhe sieht das aus wie ein Pinselstrich auf Sandpapier. Genau hier leben die Oryx, die Springböcke, die Kudus – und wer sehr tief geht, sieht sie manchmal.

Ein Trockenfluss mit Galeriewald – grüne Linie durch trockenes Land.

Kapitel acht

Der lange Atem des Abends

Wenn die Thermik nachlässt und der Schatten der eigenen Tragfläche länger wird, beginnt der schönste Teil des Tages. Man fliegt nach Hause mit dem Wissen, eine Welt gesehen zu haben, die kaum jemand so sieht – und mit dem stillen Stolz, dass ein Flugzeug ohne Motor genügt hat, um sie zu erreichen. Am Boden warten die Helfer, die Kühlbox, das Logbuch. Aber zuerst: dieser Himmel.

Abend auf der Pfanne – die Flotte kommt heim, der Himmel brennt aus.

„Über Namibia wird das Fliegen zur puren Magie!“

Vom ersten Konzept bis zum ersten Flug...

Ein Erfahrungsbericht von Andrea Kellerer

Ich berichte in den folgenden Tagen in sinnvollen Schritten vom Umbau meines Cockpit. 

Als ich meine DG gekauft habe, war ich mit der Instrumentierung für den Moment zufrieden. Das Cockpit hat einen ordentlichen, aufgeräumten Eindruck gemacht und war übersichtlich gestaltet. 

Trotzdem war mir von Anfang an klar, dass das so nicht bleiben sollte. Speziell das kleine Mäusekino LX8000 musste weichen. 

Aus Zeitmangel und auch deshalb, weil ich erst in der Praxis ein für mich brauchbares Setup ersinnen wollte, hab ich das Projekt in den Winter 25/26 geschoben.

Also lasst mich schnell noch einen großen Sprung zum heutigen Tag machen und kurz vorweg nehmen, wie es mit dem Projekt kurz vor Saisonbeginn steht… Ich bin fast fertig. Aber um ehrlich zu sein, auch mit den Nerven. 

Bis hierher war es ein weiter Weg. Das Projekt hat irre viel Spaß gemacht, ich hab sehr viel Know How aufgebaut, bin in Sackgassen gerannt, hab alles verflucht und am nächsten Tag mit Neugier und Freude weitergebastelt. 

Wieviele Themen berührt so ein Umbau eigentlich? Angefangen bei den Lackierarbeiten am Pilz, über das Layouting des Panel, den Bau des Rahmens, bis hin zum einrichten und updaten der Software, waren es sehr viele unterschiedliche Themen. 

Moderner KI sei dank, dass das Setup der Software oft ein erbaulicher Dialog war, der mich direkt zu bestimmten Details geführt hat, anstatt mich durch lange Anleitungen wühlen zu müssen.

Jetzt nochmal ein paar Bilder aus der Anfangsphase. Das 2mm dicke Alupanel habe ich auf Basis einer DWG – Datei von Schaeffer AG in Berlin anfertigen lassen. Hat sehr gut geklappt, allerdings würde ich empfehlen, bei den Ausschnitten ca. 0,5mm Toleranzmaß mit zuzugeben.

Der Rahmen aus Edelstahl ist stabil und hat keinen Einfluss auf Magnetfelder im Cockpit, was speziell für das Larus wichtig ist. 

Letztendlich hab ich bezüglich der Einbaupositionen im Cockpit noch ein paarmal umdisponiert. Nicht zuletzt deshalb, weil das Display des Larus ein bisschen aus der Norm abweicht. Sprich: es ist auf zwei Seiten etwas größer, von der Mitte aus gemessen…

No Images Found!

Hier noch ein Arbeitsschritt, mit dem ich mir wirklich schwer getan habe. Denn ich kann definitiv besser planen, konzipieren, schrauben und löten als mit Farbe umgehen.

Alleine das Abschleifen der alten Farbe, die Löcher mit Glasfaserverstärkem Füllspachtel zu verschließen und die Oberfläche wieder sauber zu bekommen, hat mich vor große Herausforderungen gestellt. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber bitte schaut nicht allzu genau hin. Erst recht nicht, wenn Ihr aus der Branche der Lackierer kommt. 😉

Das Auftragen des AeroMatt Lackes war dann auch alles andere als einfach. Ich hab mir dafür extra eine Sprühpistole gekauft, aber der Lack ist sehr dickflüssig und hat die Düse schnell verstopft. 

No Images Found!

Als ich mich während der Umbauphase dazu entschloss, das Larus einzubauen, musste ich das ganze Setup umbauen.

Das Larus erfordert etwas Abstand zu anderen, möglicherweise magnetisierenden Quellen bzw. Geräten. Nach einem freundlichen Schriftwechsel mit Sebastian Langer wusste ich, dass mein Edelstahlrahmen magnetisch irrelevant ist. 

Wenn ich gewusst hätte, wieviel Arbeit jetzt noch vor mir liegt… Immer wieder hab ich das Cockpit auf seine Basis aufgesetzt, mir überlegt, ob ich mit den Anschlüssen ordentlich hinkomme, hab RJ45 – Kabel gekürzt, den tragenden Rahmen für das Powerflarm erweitert, das seinen Platz oberhalb des Funkgerätes gefunden hat.

Auf dem letzten Bild ist übrigens das deutlich kleinere AirCom zu sehen. Ziel war, das fertige Cockpit mit wenigen Handgriffen herausnehmen zu können. Was für eine Challenge!

No Images Found!

Hier noch ein paar hübsche Eindrücke vom winterlichen Fliegen in Unterwössen. 

Vielen Dank für die Bilder, Johannes!

Unten könnt ihr euch noch eine Auswahl von Filmen ansehen, die ich aus meinem Kanal herausgesucht habe.

Ich würde mich natürlich über ein Kanalabo freuen, es werden mit der Zeit mehr und mehr Filme entstehen.

Ach ja, eine kurze Bemerkung noch: Ich bin ja bei Weitem kein Profi, fliege so richtig erst seit 2023. Vielleicht umso mehr ein Anreiz zu sehen, was man auch in relativ kurzer Zeit fliegerisch erreichen kann. 😉  

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